Darum ist Laufen im Winter gesund

Bewegung an der frischen Luft im Sommer tut gut! Doch auch im Winter kannst du deine Laufschuhe schnüren – und solltest du sogar! Skilangläufer und Biathleten machen es vor. Welch bezaubernde Nebeneffekte dir das Joggen im Winter schenkt, haben wir dir zusammen getragen:

1. Du stärkst dein Immunsystem automatisch intensiver als in den Schönwetter-Monaten. Du bist also seltener krank.

2. Dein Stoffwechsel wird angekurbelt. Du verbrennst also nicht nur Kalorien während des Laufens, sondern das Essen setzt auch in den Tagen ohne Sport deutlich weniger an. Wie wunderbar!

3. Training im Schnee ist das Beste, was dir passieren kann! Es ist ein brillantes Kraftausdauertraining. Durch das Einsinken in den Schnee und das Abdrücken musst du mehr Kraft aufwenden, ähnlich wie im Sand. Deine Waden und Oberschenkel werden in kurzer Zeit noch intensiver trainiert. Und im Frühjahr, wenn der Schnee getaut ist und der Gegenwind nachlässt, genießt du das geniale Gefühl, als schwebst du förmlich wie von alleine über deine Laufstrecke. Du rennst schneller, obwohl du gefühlt weniger Kraft aufwendest.

4. Du trainierst dein Herz-Kreislauf-System. Du hilfst also deinem Körper dabei, Krankheiten wie Bluthochdruck, Arteriosklerose und verschiedene Herzprobleme nicht erst entstehen zu lassen und somit Schlaganfällen, Herzinfarkten u.v.m. vorzubeugen. Durch Bewegung stärkst du deinen Herzmuskel, dein Puls wird ruhiger, Belastungen im Alltag steckst du viel leichter weg. Ein trainiertes Herz-Kreislauf-System ist nicht nur in jungen Jahren von Vorteil. Denn du schaffst eine gute Basis, dass dein Herz-Kreislauf-System auch im Alter leistungsstark bleibt. Und das ist enorm wichtig, denn in der Auflistung der häufigsten Todesursachen stehen Herz-Kreislauf-Erkrankungen mittlerweile an erster Stelle. Du hilfst dir also selbst länger und gesünder zu leben.

5. Beim Joggen bei Tageslicht förderst du deine Vitamin-D-Produktion. Vitamin D wird zu etwa 90% in deiner Haut gebildet – jedoch nur unter dem Einfluss der Sonne. Ausreichend Vitamin D reduziert Erkältungen, Grippe, Knochenerkrankungen und sogar Krebs durch die Verhinderung ungesunden Zellwachstums.

6. Du verpasst eine schöne Winterlandschaft. Die Atmosphäre ist im Winter eine ganz andere als im Sommer. Diese solltest du erleben, spüren und genießen.

7. Sport im Winter beugt Winterblues vor.

8. Du kannst ohne schlechtes Gewissen mehr Plätzchen essen.

9. Nichts ist schöner als eine warme Dusche oder ein wonnigliches Bad nach dem Lauf.

10. Wenn du lieber auf der Couch bleibst, schwinden deine Ausdauer, Kraft und Muskelmasse. Du fühlst dich nicht nur unfitter, du bist es auch. Nimm dein Körpergefühl in die Hand und wandle es in ein geniales!

11. Es ist gesünder bei null Grad als bei 30 Grad zu joggen.

Vereisen meine Bronchien?

Nein. Dazu kann es in Deutschland nicht kalt genug werden. Dass Minusgrade kein Hindernis für Sport in der Natur sind, siehst du auch an den Skilangläufer und Biathleten, die bei minus 15 Grad und kälter sportliche Höchstleistungen erbringen.

Dass deine Bronchien nicht vereisen lässt sich durch das Hagen-Poiseuille-Gesetz erklären, welches das Verhalten von Strömungen in Röhrensystemen beschreibt. Die Luftröhre teilt sich in zwei Röhren (linker und rechter Hauptbronchios) und diese wiederum in zahlreiche noch kleinere Röhren. In den immer kleiner werdenden Bronchialwegen verlangsamt sich die Strömungsgeschwindigkeit der Atemluft. Dies führt zu einer wesentlich längeren Kontaktzeit der eingeatmeten Luft mit den Bronchialwegen, wodurch dies Luft erwärmt wird. Ein cleveres Heizsystem also.

Dein Körper ist zäh! Er freut sich auf neue Herausforderungen. Und je mehr du ihn herausforderst, umso besser ist dir dein eigener Körper als Freund.

Aber sei gewarnt! Joggen kann stimmungsaufhellend wirken und zu guter Laune führen.

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